
Ghostbikes, ein Neues. Diesmal my old hometown Graz. Wieimmer traurig. Wie immer ärgerlich. Diesmal jedoch ein bisschen mehr. “Ein 27-jähriger Radfahrer ist am 12. November in Graz-Don Bosco von einem Lkw erfasst und tödlich verletzt worden. Laut Polizei hat ein 48-jährige Lkw-Lenker aus der Weststeiermark den vorschritsmäßig querenden Radler übersehen und ihn beim Rechtsabbiegen überrollt” Quelle. Die Ursache war der tote Winkel vor bzw. seitlich des LKWs, siehe Graphik. Interessant dabei ist, dass seit Januar 2007 zusätzliche Rückspiegel für die Seitenbereich der LKW vorgeschrieben sind, LKWs > 3,5t sind bis 2010 nachzurüsten. Für den Bereich vor dem LKW sind derzeit keine Spiegel vorgeschrieben. Hier ist noch Handlungsbedarf gegeben. Die Argumentation “darüber hinaus ist es kaum vorstellbar das Fahrzeuge, von denen der unmittelbare Straßenbereich davor nicht einsehbar ist, überhaupt in Betrieb genommen werden dürfen („Fahren auf Sicht“ (§ 20 Abs.1 StVO)” ist ansich schlüssig, müsste jedoch ausjudiziert werden (siehe Tote Winkel beim Reversieren). Ein junger Anwalt irgendwo?
Update: Bilder
Tags: Ghost Bike · Graz · Radfahren · Verkehrssicherheit. toter Winkel
Wie derstandard.at heute berichtete, stand in Wien grundsätzlich leider, und leider auch nur kurz ein Ghost Bike (Mahnmal für im Straßenverkehr verstorbene Radfahrer). Nachdem Idioten Anrainer sich beschwert haben, musste es entfernt werden. “Es ist ja eine tolle Aktion, aber wenn es Beschwerden gibt, sind wir zum Handeln gezwungen”, sagt der zuständige Inspektor gibt’s kaaan. Die Straßenverkehrsordnung verbietet, Fahrräder an Verkehrszeichen oder Ampeln anzuketten. So ist es leider und wenn Wien nicht Wien wäre, würden wir uns auch über die 48 Euro Entfernungsgebühr pro Tag wundern, die dem Initiator (Mitglied, IG Fahrrad, Wien) angedroht wurden. Anmerkung: Er durfte es dann ausnahmsweise “unentgeltlich” selbst entfernen. Schade …
Tags: Fahrrad · Ghost Bike · Verkehrssicherheit · Wien
“Ghost Bikes”. Weiß bemalte Fahrräder, die an jenen Orten stehen, an denen ein Fahrradfahrer tödlich [Tsz Fok, R.I.P. - rest in peace] verunglückt ist. Ich war, wie ich das erste mal von dieser Aktion gehört habe, ziemlich berührt. In unserer lauten Zeit empfinde ich diese stille Form als angenehmen Ausdruck des Gedenkens und des Erinnerns. Eine ähnliche Form des Gedenkens gab es früher auch in Österreich. Bei einer Fahrt von Salzburg nach Graz säumten tausende hunderte weiße Kreuze den Straßenrand. Mein Vater hat mir daraufhin erzählt, dass dies eine alte regionale, österreichweite (?) Pfingst(?)tradition war und man so der Opfer des Straßenverkehrs gedachte . Wer diesbezüglich Näheres weiß …
Tags: Fahrrad · Ghost Bike · Weiß