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Nachrichten aus der Welt der Verkehrsplanung, Mobilitätsforschung und des Transportwesens

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Elektrokraftfahrzeuge: Hype oder Zukunft?

July 3rd, 2008 2 Comments

Elektrokraftfahrzeuge Hype oder Zukunft?modernmobilitynews.com beschäftigte sich in den letzten Wochen verstärkt mit dem Thema Elektrokraftfahrzeuge. Nun ist es einmal Zeit, ein Resümee zu ziehen. Sind Elektrokraftfahrzeuge die Zukunft? Diese Frage kann derzeit noch nicht so einfach mit einem JA oder NEIN beantwortet werden. Elektrokraftfahrzeuge erleben derzeit zwar einen medialen Hype, aber es sind doch einige technische Fragen noch nicht wirklich geklärt:

  • die Leistungsdichte der Akkumulatoren und die davon abhängige Reichweite der Elektromobile sind zur Zeit noch zu gering;
  • die Kosten der Akkumulatoren sind noch zu hoch;
  • die Sicherheit der Akkumulatoren ist noch nicht zu 100% gegeben;
  • die Verfügbarkeit der Rohstoffe sowie ausreichende Fertigungskapazitäten zur Herstellung der Akkumulatoren sind noch nicht gesichert, d.h. kurz- oder mittelfristige Lieferengpässe werden die zukünftige Preisgestaltung der Akkumulatoren beeinflussen;
  • die Fertigungskapazitäten für Fahrzeuge sind noch nicht vorhanden;
  • die passive Sicherheit der Elektromobile im Bereich der Leichtkraftfahrzeuge ist noch nicht ausgereift.
  • ein Winterbetrieb bei kalten Temperaturen bzw. Schneefall ist noch nicht wirklich gewährleistet.

Dem gegenüber stehen jedoch erste Ergebnisse der jüngsten weltweiten Anstrengungen, welche Lösungen für die genannten Probleme zeigen. Ob mit Elektrokraftfahrzeugen eine ähnliche Freiheit wie mit herkömmlichen Benzin oder Diesel betriebenen PKW gewährleistet werden kann, ist mehr als fraglich. Die Reichweite von kostengünstigen bzw. leistbaren reinen Elektrokraftfahrzeugen liegt derzeit im Bereich von 100km bis 200km und wird in naher Zukunft auch nicht viel größer werden. Um die Reichweite zu erhöhen gibt es schon mehrere Ideen und Projekte (Schnellladestationen, Akkuwechselstationen, etc.), aber die dafür notwendige Infrastruktur muss noch errichtet werden.

Dies bedingt, dass mit dem Einsatz von Elektrokraftfahrzeugen auch eine Änderung unseres Mobilitätsverhaltens verbunden ist. Die Längen unsere täglichen Wege (Wegeketten) werden im Schnitt wieder kürzer werden. Zusammen mit einer weiteren Steigerung der Benzinpreise wird das Leben und Wohnen in der Stadt wieder attraktiver. Einerseits weil ein stressfreies und kostengünstiges Erreichen des Arbeits- bzw. Ausbildungsplatzes gewährleistet ist, andererseits weil die Schadstoff- und Lärmemissionen im urbanen Bereich wieder sinken werden.

Zur Zeit werden Elektroautos von kleinen Firmen hergestellt. Deren Hintergrund liegt bei Leichtkraftfahrzeugen, Velomobilen, Fahrzeugen für behinderte Menschen sowie im Umwelt-Start-Up Bereich. Für die Integration von Elektrokraftfahrzeugen in unser Alltagsleben werden zukünftig die großen KFZ-Hersteller eine wichtige Rolle spielen. Deren Positionierung in diesem Spiel dieser grundlegenden Veränderung in unserem Leben ist noch nicht ganz eindeutig. Viele kündigen für die Zukunft reine Elektroautos an, aber mit einem sehr weit gefassten Zeithorizont von 2010 bis 2015. Ein weiterer wichtiger Faktor für Elektromobile ist deren Gesamtgewicht. Dieses muss für ausreichende Reichweiten so gering wie möglich gehalten werden. Dieser Trend zur Gewichtsreduktion widerspricht dem Trend der Automobilindustrie immer schwerere und besser ausgestattete Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Viele Entwicklungen gehen in Richtung mehr Komfort, mehr Sicherheit. Ob klassische Hersteller den Einsatz neuer Techniken wieder reduzieren, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht prognostiziert werden. Auch ist die Fahrzeugindustrie stark mit der stahl- bzw. metallverarbeitenden Industrie verknüpft. Die notwendige Gewichtsreduktion bedeutet auch, dass neue, andere Werkstoffe (Kunststoffe, Aluminium) für die Produktion eingesetzt werden müssen.

Die Hoffnung liegt derzeit bei den Firmen Mitsubishi und Subaru, die ab 2009/2010 den iMIEV bzw. den R1e auf den Markt bringen wollen. Das bedeutet, dass die ersten Modelle die wir auf den Straßen sehen werden, Modelle von kleinen Anbietern sein werden, die keinen Industriezweigen verpflichtet sind. Die große Hoffnungen liegen dabei auf dem TH!NK City, dem Hotzenblitz, dem REVAi und dem Mega City. Im urbanen Bereich werden wir bald auch verstärkt elektrobetriebene Fahrzeuge mit drei oder zwei Rädern zu sehen bekommen (Velomobile, Elektrobikes, etc.). Als Zwischenschritt ist kurz- bzw. mittelfristig mit hybriden Antriebskonzepten zu rechnen, vor allem serielle Hybridantriebe sind technisch die spannendste Form, Reichweiten bzw. Kostenproblem zu lösen, aber der Einsatz von Hybridantrieben bedeutet auch, dass zum Teil weiterhin Benzin oder Diesel verbrannt und somit CO2 emittiert wird.
Nachdem die Autoindustrie allen voran General Motors (GM) schon einmal eine erfolgreiche Einführung von Elektrokraftfahrzeugen verhindert hat (”Who killed the Electric Car“, eine absolut sehenswerte Dokumentation), können wir nur hoffen, dass dies nicht noch einmal passiert, obwohl erste Anzeichen wieder dafür sprechen, siehe „40.000$ für einen Chevrolet Volt, ein U.S.amerikanischer Traum platzt!“. Ein verstärktes Eintreten der herkömmlichen KFZ-Hersteller für neue vordergründige Sicherheitsstandards, die unweigerlich zu Gewichtssteigerungen führen würden, wäre für diesen Zweck eine versteckte aber erfolgversprechende Hintertüre.

Von Skeptikern wird immer wieder das Argument gebracht, dass der verstärkte Einsatz von Elektrokraftfahrzeugen zu verstärkten Investitionen in neue Atom- oder Kohlekraftwerke führt. Das mag zwar rechnerisch stimmen, aber auch die Energie- und Umweltbilanz dieser Kraftwerke fällt in Relation zum KFZ-Verkehr deutlich positiver aus. Im Zusammenspiel mit erneuerbaren Energien (Wind, Solar, etc.) und Investitionen in diese Kraftwerke sind auch wirtschaftlich positive Entwicklungen für Europa zu erwarten. Wenn wir wollen, dass wir bzw. Europa energietechnisch unabhängiger werden sollen, müssen wir die KFZ-Industrie und unsere Volksvertreter mobilisieren und uns verstärkt für energieeffiziente bzw. elektrobetriebene Fahrzeuge einsetzen. Die Hoffnung für eine schönere Zukunft ist durchaus gegeben, auch auf Grund der Entwicklung der Ölpreise. Elektrokraftfahrzeuge sind ein Teil unseres Morgens, daher „go electric“, zumindest unserer Umwelt zu liebe.

Christian Joachim Gruber, DI #modernmobilitynews.com #100 #25.06.2008

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Elektrokraftfahrzeuge: G-Wiz i heißt jetzt REVAi

June 30th, 2008 Ein Kommentar

REVAi G-Wiz G-WiziDer G-Wiz i der Firma Refa heißt jetzt REVAi. Die indische Firma scheint es verstanden zu haben, ihr Elektromobil noch rechtzeitig umzutaufen, so wird er zumindest vielleicht optisch aber nicht mehr sprachlich als …witz in die Automobilgeschichte eingehen. Take that Hotzenblwitz. OK, über das Design kann man wie immer verschiedener Meinung sein, preislich ist der REVAi jedoch eine kleine Revolution. Das Elektromobil ist in Indien für ca. 5.000€ (in England jedoch um ca. 11.000€) erhältlich und soll in naher Zukunft auch in höheren Stückzahlen verkauft werden. Bis Ende 2008 sollen ca. 30.000 Stück produziert werden. Laut Hersteller soll die Reichweite dieses 2+2 Elektroautos bis zu ca. 80km pro Ladung betragen. Das Gewicht des Fahrzeuges beträgt ca. 750kg, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei ca. 80km/h. Für den Antrieb werden Blei-Akkumulatoren mit ca. 9,6 kWh verwendet, alternativ sollen in naher Zukunft auch Lithium-Ionen Akkumulatoren mit einer möglichen Reichweite von 110km optional erhältlich sein.

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Elektrokraftfahrzeuge: Elektroautos sind böse … ANGST!

June 28th, 2008 Keine Komentare

General Motors hat den Erfolg ihres Elektroautos EV1 bewusst erfolgreich verhindert, auch mit Werbung die zwar vordergründig für aber im Unterbewussten gegen das Produkt sprechen sollte.

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Elektrokraftfahrzeuge: CityEL, Elektromobil für 1,5 Personen.

May 19th, 2008 3 Comments

CityEL Elektromobil

Der direkte Konkurrent des TWIKEs ist das altbekannte oder schon seit langen verfügbare Elektroautos CityELBundy der inzwischen deutschen Firma CityCom Elektromobile GmbH. „Der CityEL ist ein dreirädriges Fahrzeug mit Elektroantrieb. Er bietet für einen Erwachsenen und ein Kind (im Kindersitz) bzw. Gepäck Platz. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h ist er für den Nahbereich ausgelegt. Je nach Gelände und Fahrweise reicht eine Batterieladung für bis zu 90 km. Ist die Batterie leer, kann sie an jeder Haushaltssteckdose aufgeladen werden. Eine 75-Prozent-Ladung dauert drei Stunden, von Null auf 100 benötigt man acht bis neun Stunden. Das Elektromobil ist als Leichtfahrzeug konzipiert und aus einem Kunststoff-Sandwich gefertigt und wiegt ca. 280 kg“. Die Kosten dieses Elektrokraftfahrzeuges (eKFZ) liegen bei ca. 8.000€ (!).

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Elektrokraftfahrzeuge: TWIKE, ready to bike off!

May 19th, 2008 3 Comments

Nach dem “TRIAC, oder das dritten Auge” nun ein Tretboot, Autodrom (Ö), Flugzeug oder einfach ein Elektroauto mit Pedalunterstützung: das TWIKE. Es ist „ein hocheffizientes dreirädriges Leicht-Elektromobil für zwei Personen. Als erstes Automobil kombiniert das Twike Aktive einen Elektromotor mit einem Pedalantrieb. Die Muskelkraft wird direkt in Bewegungsenergie umgesetzt. Die neuartige Joysticksteuerung garantiert eine leichte Navigation und Fahrspaß pur. Diese bahnbrechende Kombination vermittelt ein völlig neues Fahrgefühl bei Spitzengeschwindigkeiten um 85km/h“. Der Hybridantrieb des TWIKE Aktive ist somit ein interessantes aber doch sehr teures* alternatives Verkehrsmittel, vor allem im Zusammenhang mit dem Einsatz einer gesellschaftlich verträglichen Nutzung von Bioenergie …

*) Die Basiskosten für ein TWIKE mit einer rein elektrischen Reichweite von 40 bis 80km betragen ca. 22.500€.

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Elektrokraftfahrzeuge: Akkumulatoren, Stand der Technik!

May 13th, 2008 5 Comments

Akkumulatoren Leistungsdichte, Kosten

Eine weite Verbreitung von Elektrokraftfahrzeugen hängt primär von der Entwicklung der Akkumulatoren ab. In letzter Zeit haben viele Firmen Prototypen von reinen Elektrokraftfahrzeugen vorgestellt. Am Markt verfügbar sind zur Zeit eher kleine Stadt- oder teure Sportkraftfahrzeuge. Leistbare Elektroautos mit einer ausreichenden täglichen Reichweite in der Golfklasse gibt es noch nicht. Der Grund dafür kann in den Kosten der Akkumulatoren gefunden werden. Aus einer Untersuchung von designnews geht hervor, dass zur Zeit die Kosten von Lithium-Ionen Akkumulatoren bei ca. 770$ pro kWh liegen. Bei einem Tesla Roadsters wird die Speicherkapazität des Akkumulators mit ca. 55kWh angegeben, d.h. allein die Kosten des Akkumulators müssten bei ca. 42.000$ liegen. Eine weiterer wichtiger Faktor ist das Gewicht, dieses liegt beim Tesla Roadster bei einer Leistungsdichte von 120Wh/kg bei ca. 500kg. Diese Werte markieren sehr deutlich den Stand der Technik bei Lithium-Ionen Akkumulatoren. Blei-Akkumulatoren sind zwar mit ca. 100$/Wh günstiger aber auch deutlich schwerer. Akkumulatoren LeistungsdichteEin weitere Quelle kommt zu ähnlichen Ergebnissen [power management designline]. Diese bezieht sich auf Angaben unterschiedlicher Firmen (A123, Sanyo, E-ON, EmerSys). In Summe kann man diese Faktoren als Indikatoren heranziehen und es zeigt sich, dass wir auf konkurrenzfähige reine Elektrokraftfahrzeuge (eKFZ) in der Golfklasse noch eine Zeitlang warten müssen

 

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Elektrokraftfahrzeuge: Elektrobetriebenes Fahrrad!

April 29th, 2008 2 Comments

panasonic_titanium_flat_roadDer Weg zu leistbaren und unseren Komfortstandards entsprechenden elektrobetrieben PKWs scheint noch weit zu sein. Um sich die Wartezeit anderweitig zu vertreiben, hat Panasonic ein modernes elektrobetriebenes Fahrrad vorgestellt. Titanrahmen, Lithium-Ionen Akkumulatoren und ein Steuerungs- und Regelungscomputer, der es erlaubt, die verbleibenden Kilometer abzulesen. Die Reichweites dieses eFahrrads liegt elektrobetrieben bei bis zu 150km. Dies müsste für den Großteil von uns in urbanen Umgebungen ausreichend sein. Spannend ist das Konzept für städtische Arbeitspendler. Diese könnten nach dem Weg zur Arbeit transpirationsfrei und ausgerastet ihren Arbeitsalltag beginnen und am Rückweg mit Muskelkraft oder nach anstrengenden Arbeitsstunden auch einfach nach Hause e-cruisen. Das optische Design des “Rads” ist auch durchaus sexy ansprechend.

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