modern mobility news

Nachrichten aus der Welt der Verkehrsplanung, Mobilitätsforschung und des Transportwesens

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Biokraftstoffe: Globales Brachland reicht für 8%!

July 18th, 2008 Keine Komentare

Biokraftstoffe BioenergieEin Argument für Biokraftstoffe ist immer der Hinweis auf Brachflächen, die für die Herstellung von Bioenergie herangezogen werden könnten. Auch wenn dieses Argument auf den ersten Blick logisch wäre, es führt trotz allem mittelfristig zu einer Verknappung der für Nahrungsmittel nutzbaren Flächen. Was jedoch selten aufgezeigt wird, ist wie viel Brachland eigentlich global vorhanden ist? Ein Forschergruppe vom Department of Global Ecology der Carnegie Institution for Science, hat gemeinsam mit der Stanford University eine Studie „Growing energy on unused agricultural land“ veröffentlich, die versucht diese Frage zu beantworten. Weltweit stehen ca. 4,7 Quadratkilometer Brachland zur Verfügung, welche für die Bioenergieerzeugung herangezogen werden könnte. Diese Fläche reicht gerade einmal aus, um 8% des globalen Energiebedarfes zu decken. 8%, und das war’s …

[Quelle: Geograffitico]

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Bioenergie: Biokraftstoffe sind schuld!

July 4th, 2008 Keine Komentare

Biokraftstoffe, Biosprit sind schuld!Es gibt persönliche Meinungen bei denen man gerne falsch liegen würde, z.B. jene über Biokraftstoffe. Biokraftstoffe machen Angst, der notwendige Flächenverbrauch führt unweigerlich zu einer Verknappung der Rohstoffe für die Nahrungsmittelproduktion und in weiterer Folge zu deren Verteuerung. Ähnliches besagt ein (geheimer) Bericht der Weltbank. Hinzu kommen der steigende Ölpreis und die Gewinnaussichten für Agrarmarkt-Spekulanten. Angst macht vor allem die Tatsache, dass bei einem steigenden Anteil von Biokraftstoffe die Preise für Agrar-Rohstoffe direkt mit den Rohölpreisen gekoppelt sind, d.h. steigende Rohölpreise entsprechen steigenden Nahrungsmittelpreisen. Aus meiner Sicht macht es auch wenig Sinn einen der Faktoren für diese Entwicklung den „schwarzen Peter“ zuzuschieben (ca. 75% der Preissteigerung gehen auf Kosten der Biokraftstoffe), die Faktoren sind in sich verschränkt.
Daher liebes Europa: Wärmedämmung, Geothermie, Solarthermie, Wasser-, Gezeiten-, Wind-, Solarenergie, Hybrid, Leicht-, Elektrokraftfahrzeuge, Velomobile, Fahrräder und einfach wieder einmal zu Fuß gehen … Krämer, Greißler kehrt zurück!

[Quelle: Guardian via heise]

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MicroFueler: Rentabel nach 160.000 km oder 20 Tonnen Zucker!

May 12th, 2008 Keine Komentare

MicroFuel 100Mit dem MicroFueler der Firma E-Fuel kann man sich zu Hause (Garage, Garten, etc.) seinen eigenen Biokraftstoff (Ethanol) erzeugen. Ok, es ist nicht die erste derartige Anlage, aber dafür jene, die zumindest wie eine kleine richtige Tankstelle ausschaut. Interessant sind auch die Initiatoren des Projektes, Floyd S. Butterfield and Thomas J. Quinn. Butterfield gilt als Legende von hausgemachtem Ethanol, Quinn ist der Patentinhaber der Motion-Sensor Technologie der Nintendo Wii Spielkonsole. Für die Ethanolherstellung werden Zucker, Hefe und Wasser benötigt. Grundsätzlich wird diese Anlage spannend, wenn man ungeachtet der negativen Folgen von Biokraftstoffen die Rentabilität der Anlage betrachtet. Die Kosten der Anlage betragen laut New York Times ca. 7.000€. Für die Herstellung von einem Liter reinen Ethanol werden ca. 4l Wasser und ca. 1,66kg Zucker benötigt. Der Weltmarktpreis von Zucker beträgt derzeit ca. 0,18€/kg. Wird ein Zuschlag für Kleinmengen von 30% und ein Zuschlag von 20% für zusätzlichen Kosten (Energie für die Pumpenanlage, Hefe, Reinigungsmittel, etc.) angenommen, ergibt sich für einen Liter Ethanol ein Preis von ca. 0,45€/l. Moderne Motoren sind für 100% Ethanol nicht spezifiziert, d.h. es muss zusätzlich konventionelles Benzin (oder Wasser) bei gemengt werden, bei E85 beträgt der Benzinanteil ca. 15%. Bei einem Benzinpreis von 1,25€ ergeben sich daher Kosten von 0,57€ für einen Liter E85. Der Energiegehalt von E85 liegt in Relation zu konventionellen Benzin bei ca. 78%, d.h. die zu einem Liter Benzin energieäquivalenten Kosten betragen ca. 0,73€. Ohne steuerliche Belastung des hausgemachten Biokraftstoffes beträgt das Sparpotential ca. 0,52€ pro Liter Benzin-Äquivalent. Unter der Annahme, dass zukünftig die Preise für Benzin und Zucker weiter steigen, die Preisdifferenz aber in etwa gleich bleibt, würde sich eine derartige Anlage nach einer Produktion von ca. 11.500l Ethanol (E100) rechnen, d.h. bei einem durchschnittlichen Benzinverbrauch von ca. 8,5l/100km würde sich die Anlage bei ca. 160.000 km rechnen.

Die Produktionskapazität von E100 liegt bei 18-19l pro Tag. Bei einem täglichen Einsatz und der Verwendung des produzierten Ethanols rechnet sich somit die Anlage nach ca. zwei Jahren. Es muss darauf hingewiesen werden, dass man für diese 11.500l Ethanol ca. 20 Tonnen (!) Zucker brauchen wird, aber auch bewegen muss.

Interessant in diesem Zusammenhang ist vor allem, wie die Gesetzgebung der einzelnen Staaten mit hausgemachtem Ethanol bzw. dem damit verbundenen Verlust an Steuereinnahmen verfahren wird. Entweder es werden Lizenzen, ähnlich jenen für das Schnapsbrennen vergeben oder derartige Anlagen generell verboten. Da das Verfahren zur Herstellung von Ethanol an sich nicht besonders aufwendig ist, werden zukünftig ähnliche und günstigere Anlagen angeboten werden.

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Ölpreis: Nachfrageschub bei Kamelen!

May 6th, 2008 Keine Komentare

kamel indienDer hohe Ölpreis ändert auch das Mobilitätsverhalten. Gut, in den Industrieländern noch nicht wirklich, aber anscheinend doch in ärmeren Gegenden. Laut einer Meldung der indischen Tageszeitung The Hindu suchen immer mehr indische Bauern (Bundesstaat Rajasthan) Kamele als Ersatz für ihre Traktoren. Dies führt zu einem Anstieg der Preise auf den Kamelmärkten. Die Preise für arbeitsfähige Kamele sind in den letzten Jahren um etwa das dreifache gestiegen. Eine neue alte und vor allem höchst effiziente Form von mit Biokraftstoffen betriebenen Transportmitteln.

[via Financial Times]

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Tschernobyl, Fortsetzung: radioaktiv verseuchtes Bioethanol für Westeuropa.

April 12th, 2008 Keine Komentare

radioaktives_weissrusslandWeißrussland will radioaktiv verseuchtes Land für die Bioethanol-Produktion nutzen. Die Flächen im Grenzgebiet zur Ukraine sind seit dem Atomunfall von Tschernobyl aufgrund ihrer radioaktiven Kontamination für die nächsten 300-600 Jahre nicht mehr als Ackerland nutzbar. Jetzt sollen sie zusammen mit einer irischen Firma für Getreide und Zuckerrübenanbau für die Bio- bzw. Agrarkraftstoffherstellung genutzt werden. In Summe sollen ca. 6,5 Millionen Hektoliter Bioethanol gewonnen werden, die nach Westeuropa exportiert werden sollen. Durch die Bewirtschaftung der Flächen soll die Dekontaminationszeit auf ca. 60 Jahre verkürzt werden. Das ganze hat jedoch einen kleinen Nachteil: (more…)

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Biokraftstoffe: Energetische Effizienz und CO2-Vermeidungspotential

April 10th, 2008 Keine Komentare

sunrise-04Im Zentrum der Biokraftstoffdiskussion stehen derzeit fünf Kraftstoffarten: Bioethanol, Biodiesel, Biogas, Kraftstoffe aus reinem Pflanzenöl und Biokraftstoffe der 2. Generation. In diesem Beitrag sollen die wichtigsten Faktoren der einzelnen Kraftstoffarten dargestellt werden.

Bioethanol: Bioethanol kann aus zucker-, stärke- und cellulosehaltigen Pflanzen (Weizen, Zuckerrübe, Zuckerrohr) hergestellt werden. Dadurch besteht die Möglichkeit, viele unterschiedliche landwirtschaftliche Pflanzen für die Produktion einsetzen zu können. In den USA, Brasilien bzw. in Europa werden hauptsächlich Mais, Zuckerrohr und Weizen verwendet. Bei Bioethanol aus Weizen liegt der jährliche Nettoenergieertrag (more…)

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Biokraftstoffe: Akteure der organischen Bioenergieherstellung

April 9th, 2008 Keine Komentare

sunrise-03Dieser Beitrag ist eine einfache aber weiterreichende Zusammenfassung der relevanten Akteure der organischen Bioenergieherstellung. Bei den Diskussionen über Biokraftstoffe wird selten auf die treibenden Akteure hingewiesen. Die primäre Frage ist: Wem nützt oder wen gefährdet der verstärkte Einsatz von Biokraftstoffen. Nicht die Gesellschaft (die Konsumenten), sondern die betroffenen Institutionen, Firmen, Interessenvertretungen stellen in erster Linie diese Kräfte der Entwicklung, der Forschung, der politischen Reglementierung sowie der öffentlichen Meinungsbildung dar.

Der Staat: Die Energieversorgung gehört zu einem der wichtigsten Faktoren für einen Staat. Funktioniert diese, funktioniert der Staat. Gleichzeitig stellt sie ein wichtiges Standbein der (more…)

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Biokraftstoffe: Gesellschaftliche Probleme

April 8th, 2008 Ein Kommentar

sunrise-02Hunger ist ein Hauptproblem in unserer globalen Gesellschaft. Wissenschaftlich betrachtet, ist Hunger kein Produktions- (unsere Erde könnte mindestens 12 Mrd. Menschen ernähren), sondern ein Verteilungsproblem (siehe Überproduktion in der EU). In Afrika hungern die meisten Menschen. Grotesk, wenn man weiß, dass Afrika (ungeachtet der Sahel Zone) einer der fruchtbarsten Kontinente ist. Ein weiterer Faktor ist unsere Nahrungszusammensetzung. Je weiter eine Gesellschaft entwickelt ist, desto mehr tierischem Eiweiß sprich Fleisch konsumiert sie. Wir kennen dies aus vergangenen Zeiten, als wir nicht täglich Fleisch essen mussten konnten (Sonntagsbraten). Um den Nährwert (more…)

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Bioenergie: Schwerpunkt Biokraftstoffe (Agrarkraftstoffe)

April 7th, 2008 2 Comments

bioenergie-biokraftstoffe-bioheizstoffe-solarenergieVor einigen Jahren habe ich einmal sehr grob (Milchmädchenrechnung) den notwendigen landwirtschaftlichen Flächenbedarf zur Erzeugung von jener Biokraftstoffmenge abgeschätzt, welche dem damaligen Kraftstoffbedarf von Österreich entsprach. Das Ergebnis war erschreckend: die notwendige Fläche war bei weitem größer als die vorhandene bzw. ausbaufähige landwirtschaftlich genutzte Fläche von Österreich. Nach einigen Überlegungen bzw. Recherchen über die Folgewirkungen hat sich meine bis zu diesem Zeitpunkt positive Einstellung zu dieser Form der Energiegewinnung gewandelt. Das Argument der CO2 Reduzierung ist bei der Herstellung von Biokraftstoffen in unseren Breiten auch fragwürdig, eine Flächennutzung für andere Energieformen (z.B. Bioheizstoffe) ist diesbezüglich deutlich effizienter. Dies ist auch ein Grund warum Biokraftstoffe immer öfter als Agrarkraftstoffe bezeichnet werden. Eine weitere logische Folge ist, dass die derzeitigen Vorgaben sowie die Förderpolitik für Agrarkraftstoffe abzulehnen sind. Grundsätzlich sind Überlegungen, wie Flächen effizienter genutzt werden können, angebracht. Dafür bedarf es eines neuen Modells bzw. einer Revision der Steuerung und vor allem Reglementierung des Einsatzes von Bio- bzw. Argrarkraftstoffen auf staatlicher bzw. europäischer Ebene.

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Organic USA: Jetzt auch vorne im Lieferwagen!

March 28th, 2008 Keine Komentare

Whole Foods Biodiesel, New YorkWie schon einmal berichtet, kauft Coca Cola Hybrid-LKWs. Die US amerikanische Supermarkt-Kette “Whole Foods Market” ist schon weiter und betreibt einen Teil ihrer Lieferwägen in New York mit Biodiesel. Ob sie das tun, um die Umwelt zu verbessern oder die Preissteigerung bei Lebensmitteln bzw. ihren eigenen Umsatz anzukurbeln, sei dahingestellt …

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