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Elektrokraftfahrzeuge: Warm anziehen!


30. Apr 2008 von
Christian Joachim Gruber

Elektrofahrzeuge sowie Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge haben im Winter ein technisches Problem: die Heizung des Fahrgastraumes im Winter. Die in Fahrzeugen mit konventionellen Verbrennungsmotoren erzeugte Abwärme wird verwendet, um bei kälteren Temperaturen den Fahrgastraum zu beheizen. Für eine herkömmliche Heizung eines PKWs (4-5 Personen) werden ca. 3,0 bis 4,5 KWh benötigt. Bei elektrisch betriebenen Fahrzeugen wird keine ausreichende Menge an Abwärme erzeugt, dadurch muss diese anders erzeugt werden. Die für die Wärmeerzeugung notwendige Energie muss den Akkumulatoren entnommen werden. Dieser gesteigerte Energiebedarf im Winter führt zu einer Reduktion der Reichweite von elektrisch betriebenen Fahrzeugen. Das bedeutet auch, dass die ausgewiesenen Werte der Reichweite nur für den ungeheizten Betrieb gelten. Dies relativiert die Alltagstauglichkeit der eKFZ für längere Wege. Große Autohersteller (z.B. GM) entwickeln derzeit Systeme, die bei der Herstellung von Umsetzung von Wärme effizienter arbeiten. Sie setzen verstärkt auf thermoelektrische Elemente. Diese Elemente bieten zusätzlich den Vorteil, dass man mit ihnen heizen und im Sommer auch kühlen kann. Eine wichtige Komponente der in Entwicklung befindlichen energieeffizienten Heizsysteme ist die Form der Wärmeübertragung. Die thermoelektrischen Elemente sollen nicht den ganzen Fahrgastraum heizen, sondern nur in kältekritischen Bereichen (Fußraum) sowie direkt an physischen Berührungsstellen (Fahrzeugsitzen) der Fahrgäste eingesetzt werden. Ein weiterer wichtiger Forschungsbereich für den Einsatz von elektrisch betriebene Fahrzeugen in kälteren Jahreszeiten ist die Wärmeisolierung der Fahrgastzelle. Diese wird in Zukunft besser d.h. mit einem höheren k-Wert ausgebildet werden müssen. Wir fahren in der Isobox.

Dies zeigt deutlich, welche Probleme, moderne energieeffiziente Kraftfahrzeuge derzeit für ihren täglichen Einsatz noch aufweisen. Diese müssen auf Grund technischer Rahmenbedingungen anders gebaut werden und unterscheiden sich in vielen Bereichen gegenüber herkömmlichen Kraftfahrzeugen. Begleitend zur Forschung an technischen Lösungen, ist jedoch auch ein genereller Umdenkprozess der Verkehrsteilnehmer notwendig. Auf einen Teil des Fahrkomforts (automatische Türschließhilfen, etc.), der uns in den letztden Jahren durch technischen Errungenschaften ermöglicht wurde, müssen wir wahrscheinlich verzichten.

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